Benzinliterpreis von 1,60 EUR zu Beginn der Sommerferien

Wer erinnert sich nicht gern an die Zeiten zurück, als der Liter Benzin noch eine einzige Mark kostete? Umso schlechter wird es einem, wenn dann mit den aktuellen Preisen in Euro verglichen wird. Umgerechnet bei 3 DM sind wir heute angekommen und bei Literpreisen von 1,559 EUR macht Autofahren kaum noch Spaß. Dabei stöhnten wir vor einem Monat noch über Literpreise von 1,449 EUR für (Super) Benzin.

Von einer Rohölknappheit kann nicht die Rede sein, auch wenn die Konzerne dies gerne behaupten. Die Mineralölsteuern mögen zwar einen nicht unbeachtlichen Teil des Preises ausmachen, aber bei Senkung auch nur kurzfristig für Abhilfe sorgen, denn der Literpreis würde entsprechend schnell wieder in die Höhe schießen, nur mit dem Unterschied, dass dann die Konzerne durch die gesenkten Steuern noch mehr verdienen…

Während die eine Seite von Preissenkungen hierzulande, wegen der Erhöhungen des Benzinpreises in China, sprechen, prognostizieren Experten einen Literpreis für (Super) Benzin von 1,60 EUR (1,599 EUR) zu Beginn der Sommerferien, bis zu denen es – jedenfalls hier in NRW – nun wirklich nicht mehr weit ist.

Ich für meinen Teil verfahre momentan noch meinen günstigen 1,449-Literpreisbenzin von Anfang Juni und werde damit vermutlich noch bis ende des Monats auskommen, wo ich bei dem aktuellen Stand (für dieselbe Menge) gleich 5 EUR mehr ausgeben darf. Aber noch mehr, wenn tatsächlich (und daran glaube auch ich) der Literpreis zu Beginn der Sommerferien auf stolze 1,60 EUR ansteigen wird.
Glücklicherweise habe ich keinen allzu weiten Arbeitsweg und beschränke mich auch sonst – ohne wirklich etwas zu vermissen – auf die nötigsten Fahrten. Klar, Strecken, die einst mit dem Fahrrad oder Bus bewältigt worden sind, fahre ich nun auch mit dem Auto, aber mit 45 Litern komm ich da im Monat insgesamt schon recht gut hin. Es ist ein kleiner Luxus den ich mir gönne, auf den ich nicht verzichten möchte, aber auch nicht wirklich bereit bin mehr als jetzt schon dafür auszugeben.
Ich meide die großen Konzerne, auch wenn diese mit ach so tollen Prämienprogrammen werben. An den freien zahle ich meist mindestens einen Cent weniger pro Liter und rege somit vll. auch einen Preiskampf zwischen den großen und kleinen Tankstellen an.
Letztendlich aber sind es nicht wir Verbraucher die den Markt bestimmen, sondern die Mineralölkonzerne, die ihre Stellung auch bestens ausnutzen. Der Literpreis beruht dabei nicht einmal mehr auf Tatsachen, sondern ist letztendlich nur noch ein Ergebnis aus Spekulationen!

Fraglich warum unsere Politiker (…) dies anscheinend einfach so hinnehmen und nicht langsam mal etwas dagegen tun. Es ist kein rein deutsches Problem, auch andere Länder haben mit den hohen Benzinpreisen zu kämpfen. Nicht nur wir als Auto- und Motorradfahrer, sondern auch als Verbraucher, an denen die hierdurch entstehenden Mehrkosten für die Transportunternehmen (z. B. für Lebensmittel) weitergegeben wird.

Dieser Artikel wurde am 21. Juni 2008 um 07:38 Uhr von Marcel geschrieben und unter Wirtschaft abgelegt. Dem Beitrag wurden folgende Tags zugeordnet: , , , .

Bisher wurde 2 Kommentare zu diesem Artikel geschrieben

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Kommentar von jan am 01.07.2008 um 01:34 Uhr

„Letztendlich aber sind es nicht wir Verbraucher die den Markt bestimmen, sondern die Mineralölkonzerne, die ihre Stellung auch bestens ausnutzen.“

Sorry, das stimmt so nicht.
Bei Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer müssen die Unternehmen so handeln, um noch etwas Gewinn zu machen. Würden die beiden Steuern geringer ausfallen, würden die Konzerne, wie richtig geschrieben, die Preise erhöhen, aber dies könne man mit einem Grenzwert beim Preis (den es schon in einigen Ländern gibt) entgegenwirken.

Schau dir mal die folgende Seite an, besonders wie sich der Benzinpreis hier zusammensetzt:
http://www.bwl-bote.de/20070723.htm

Grüße
Jan

Kommentar von Marcel am 01.07.2008 um 23:20 Uhr

Das stimmt natürlich, der Staat verdient beim Benzin kräftig mit und auch mehr als die Mineralölkonzerne. Deswegen ist die Frage, warum die Politiker hier nichts machen, auch mit etwas Ironie zu sehen. Dennoch würde eine Senkung der Mineralöksteuer, wie gesagt zu einer Preiserhöhung durch die Konzerne führen, da wir nun mal eben schon einmal bereit waren (also heute), mehr Geld fürs Benzin auszugeben. Ein Grenzwert beim Preis wäre dabei zwar eine Lösung, aber ist in meinen Augen eher unwahrscheinlich.

Was mich halt stört ist, dass die Ölpreise anhand Spekulationen festgelegt werden und das kann doch nicht richtig sein?! Der Staat wird hier nichts machen, er verdient halt kräftig mit… Die Geheimwaffe bei der nächsten Kanzlerwahl wäre mit Sicherheit der Einsatz in dieser Angelegenheit für uns Bürger bzw. Verbraucher.

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