TomTom XL Traffic Europe 31

Bei meiner Suche nach einem neuen Navigationsgerät, welches mein Nokia E50 mit TomTom 6 größtenteils ersetzen soll, war ich eigentlich offen für so jeden Hersteller. Besonders die neuen Geräte von Navigon haben mich interessiert, die deutlich preiswerter zu haben sind, als gleichwertige Modelle von TomTom.

Nun bin ich jedoch wieder bei TomTom gelandet, denn durch die Zunahme der Navi-Diebe war mir ein Befestigungslösung sehr wichtig, die spurlos und ohne Probleme jederzeit abgenommen werden kann, denn auch Halter locken diese mit der Vermutung des Navigationsgeräts im Handschuhfach an. TomTom wirbt beim neuen TomTom XL Traffic Europe mit einer einfachen Handhabung des Saugnapfs (EasyPort-Halterung), der zudem das Gerät nicht weniger mobil macht.

Meine Erfahrungen haben dies bestätigt, auch wenn man nach einer Woche nicht unbedingt viel zur langjährigen Haltbarkeit sagen kann. Dennoch hält der Napf recht gut an der Scheibe meines Opel Corsa B und ist m. E. auch nicht zu weit entfernt, wie so oft bei Halterungen mit kurzen Armen angemerkt. Etwas zu star erscheint mir jedoch das Kugelgelenk, was sich nur recht schwer bewegen lässt und ein wenig Angst macht, dass das Gerät durch den Druck beschädigt werden könnte. Vermutlich muss dies aber so sein, da sonst keine Stabilität geboten ist und das Gerät den Halter sonst durch sein Gewicht nach unten neigen würde.

Ein Pluspunkt, den andere Hersteller durch zahlreiche Funktionen, die TomTom in der Preisklasse leider nicht hat, locker hätten ausgleichen können.

Funktionen wie der Fahrspurassistent, MapRefresh (knapp 20 EUR für 2 Jahre lang aktuelles Kartenmaterial), Text2Speak und ein im KFZ-Ladegerät verbauter TMC-Empfänger haben mich z. B. beim Navigon 2110 max sehr gereizt. Ein Video welches dieses Gerät während der Fahrt im Betrieb zeigt hätte mich evtl. zu einem Kauf verleitet. Ein solches fand ich leider nicht und beruflich bedingt auch wenig Zeit um die Elektromärkte in der Umgebung abzuklappern, wurde es letztendlich wieder ein TomTom. Da wusste ich dank der über die Jahre gemachten Erfahrungen was mich ungefähr erwartet.

Um es nun allen anderen leichter zu machen, die genau vor dem selben Problem stehen, jedoch nicht wissen wie TomTom einem über die Straßen lotst, habe ich ein kurzes Video gedreht, welches dies verdeutlichen soll. Schade, dass auf solche Ideen nicht all zu viele Navibesitzer kommen. Nutzer von Plattformen wie YouTube und Sevenload könnten – wie bereits in vielen anderen Produktsparten – einen effektiven Beitrag auf dem Markt leisten.

Leider wird der Himmel (Sonnenwetter) von dem Display des Geräts stark reflektiert. Beim anbringen des Geräts hatte ich dies leider nicht beachtet und es nur gut leserlich für mich ausgerichtet.

Selbst ein von der Handykamera aufgenommenes Video kann Unentschlossenen bei der Wahl sicherlich weiterhelfen und ist eine prima Ergänzung zu den diversen Erfahrungsberichten, die man in den entsprechenden Fachforen (1) (2) findet.

Stichpunktartig möchte ich diese aber auch durch meine Erfahrungen, Eindrücke und Kritikpunkte ergänzen, auch wenn dieser Beitrag gewiss keinen ausführlichen Test darstellen soll:

Positiv:

  • Mobile und leicht zu installierende Halterung
  • Großer Bildschirm (Widescreen)
  • Aktuelle Karten bei Kauf (30-Tage-Aktualitäts-Garantie)
  • Kräftige und gut zu verstehende Anweisungen über den Lautsprecher
  • Viele POIs erhältlich, akustische Warntöne wenn in der Nähe
  • Gut zu verstehende Ansagen (Geschmackssache)
  • Gutleserliches Display, kaum reflektierend
  • Mapshare
  • Sehr guter GPS-Empfang
  • TMC-Empfang, auch bei zusammen gewickelter Antenne
  • Neutral:

  • Fehlender Kopfhöreranschluss (evtl. für Kritikpunkt Motorradfahrer)
  • Eher durchschnittliche Akkulaufzeit (eigentlich eher unwichtig im Auto)
  • Kein MP3-Player (aber wofür hat man denn auch ein Radio?!)
  • Keine Spracheingabe
  • Negativ:

  • Keine Erweiterungsmöglichkeit durch Speicherkarten
  • Kein Fahrspurassistent
  • MapShare nur 1 Jahr kostenlos
  • TMC-Empfänger unhandlich, da langes Kabel
  • Kein TMCpro
  • TeleAtlas-Karten (die gefühlt etwas schlechter/älter sind als von Navtec)
  • Teure Kartenupdates (im Vergleich zu MapRefresh von Navigon)
  • Kein Text2Speech (vorlesen von Straßennamen etc.)
  • Die oben erwähnten Funktionen, die beim TomTom fehlen, sind zwar schade, aber die Anschaffung habe ich bisher nicht bereut! TomTom hat in der Vergangenheit bereits zu einigen Geräte neue Navcore-Versionen angeboten, so dass auch beim TomTom XL die Hoffnung besteht, dass dieser irgendwann durch ein Firmwareupdate (hoffentlich) den (praktischen) Fahrspurassistent der x30er-Reihe bekommen wird. Bisher aber gibt es leider nur ein abgespecktes Navcore 8 für den XL, eben ohne diese praktischen Features.

    Dieser Artikel wurde am 18. Juni 2008 um 18:55 Uhr von Marcel geschrieben und unter Reviews abgelegt. Dem Beitrag wurden folgende Tags zugeordnet: , , , .

    Bisher wurde 2 Kommentare zu diesem Artikel geschrieben

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    Kommentar von Prinz am 19.07.2010 um 13:38 Uhr

    Ich hab mich letztendlich für ein Falk-Navi entschieden. Das F10 3rd Edition ist ein Top-Gerät. Besonders das Echt-Sicht Feature ist ein Pluspunkt für mich.

    Kommentar von Traffic am 18.10.2010 um 09:45 Uhr

    Danke für die Infos

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